Weltläden: Bewegen und Fairändern

Holland 1969: Der erste „Dritte-Welt-Laden“ wird gegründet. Von Holland aus verbreitete sich die Idee über ganz Europa. Das damalige Motto war: Fairer Handel mit Entwicklungsländern statt Almosen. Im Jahre 1977, vor mittlerweile fast 40 Jahren, eröffnete in Innsbruck der erste Weltladen Österreichs. In den folgenden zwei Jahrzehnten erlebte die Weltladen-Bewegung einen unglaublichen Aufschwung. Mitte der 1990er gab es bereits über 50 Weltläden in Österreich, heute sind es fast 90 Fachgeschäfte für Fairen Handel in allen österreichischen Bundesländern.

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Weltladen-Film

Was ist ein Weltladen?

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Der Weltladen ist das Fachgeschäft für Fairen Handel. Im Weltladen werden fair gehandelte Produkte aus Afrika, Asien und Lateinamerika verkauft. Die Weltläden in Österreich sind selbständige Geschäfte, welche von Vereinen oder Privatpersonen geführt werden.

Ihnen allen gemein ist das Anliegen, den Fairen Handel in Österreich zu fördern. Dabei werden sie von der Arbeitsgemeinschaft Weltläden unterstützt. Die geschäftliche und finanzielle Verantwortung liegt bei jedem Weltladen selbst. Die so genannte Benutzungsvereinbarung zur Verwendung des Weltladen-Logos regelt Rechte und Pflichten und wird zwischen der rechtlichen Vertretung des Weltladens und der Arbeitsgemeinschaft Weltläden abgeschlossen.Jeder Weltladen unterliegt den Kriterien der World Fair Trade Organization sowie den Kriterien des Fairen Handels und die Weltladen-MitarbeiterInnen setzen sich mit großem Engagement für den Fairen Handel ein. Da jeder Weltladen eigenständig bei den Anerkannten LieferantInnen einkauft, variiert das angebotene Sortiment!

Die Weltläden stehen für einen gerechteren, weltweiten Handel. Sie sind damit eine echte Alternative zu den bestehenden Welthandelsstrukturen. Die Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, sind Warenverkauf, Informations- und Bildungsarbeit sowie politische Aktionen. Die Weltläden arbeiten vorrangig mit wirtschaftlich und politisch benachteiligten PartnerInnengruppen zusammen. 

Heute ist der Faire Handel eine der größten sozialen Bewegungen weltweit und ein Geschäftszweig, von dem gut zwei Millionen Menschen  in den Ländern des globalen Südens direkt profitieren. Die KonsumentInnen im globalen Norden können somit Produkte genießen, die garantiert zu fairen Konditionen hergestellt wurden.

 

Was ist ein Weltcafé

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Das Weltcafé ist ein fairer gastronomischer Betrieb Österreichs. Speisen und Getränke werden aus fair gehandelten und biologisch erzeugten Lebensmitteln zubereitet.

Im Weltcafé vereinen sich fairer Konsum, Stil, Genuss und Unterhaltung - ein Konzept, das allen Beteiligten zugute kommt: Ihnen als KonsumentIn, denn Sie können bei uns geschichtssreiche und ethische Qualität genießen, und den PartnerInnen im Süden, die für ihre Produkte einen fairen Preis erhalten. Ein Weltcafe ist tendenziell urbanen Kontext angesiedelt und bietet fair gehandelte und ergänzend regionale Bio-Produkte an – hochwertige saisonale Grundprodukte werden frisch zubereitet. Die MitarbeiterInnen sind von der Philosophie des Fairen Handels überzeugt. Ein Weltcafe ist Begegnungs- und KommunikationsraumDie Gäste genießen fair gehandelte Produkte in ansprechender Atmosphäre und werden auf unaufdringliche Weise für den Fairen Handel sensibilisiert.

 

 

 

Weltläden sind die Pionierinnen des Fairen Handels in Österreich

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Fair gehandelte Produkte finden sich heute in vielen Geschäften. Doch nur in den Weltläden fließen die Erlöse aus dem Fairen Handel wieder vollständig in diesen ein. Aufgrund ihrer Geschichte besitzen die Läden außerdem das größte Know-how auf diesem Gebiet, waren doch sie und ihr Dachverband, die „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Weltläden" (ARGE Weltläden) Mitbegründer des Fairen Handels in Österreich.

"Mittlerweile gibt es 90 Weltläden und ein Weltcafé in Österreich, die nicht nur Produkte des Fairen Handels verkaufen, sondern auch Informations- und Bildungsarbeit leisten und mittels Kampagnen die Öffentlichkeit aufrütteln“, so Gudrun Danter, Geschäftsführerin der ARGE Weltläden.

Der Warenverkauf ist nur eine der drei Säulen der Weltladenarbeit. Die anderen beiden sind Informations- und Bildungsarbeit sowie Aktionen und Anwaltschaft. In den Weltläden erfahren Sie mehr über die Hintergründe und Lebenswelten der ProduzentInnen und der Herstellung der Produkte. Die Bildungsarbeit der Weltläden beschränkt sich nicht nur auf Erwachsene, sondern schließt auch junge Menschen im Rahmen von Workshops an Schulen oder im Weltladen mit ein.

Einmal jährlich wird der Weltladentag (international „World Fair Trade Day“) begangen. Dazu werden jeden Mai im Rahmen der Kampagne spezielle Themen vor den Vorhang geholt und den KundInnen vermittelt. Diese politische Kampagnenarbeit ist oft mit Forderungen an die Politik im Rahmen von Unterschriftenaktionen oder Anfragen verbunden. Sie dient in jedem Fall der Information und dem Aufmerksam machen auf Strukturen und Veränderungsmöglichkeiten.  

 

Faire Produktvielfalt aus dem globalen Süden

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Weltläden sind mehr als reine Verkaufsorte. Sie sind Orte der Begegnung sowie des Dialogs und sind ein Modell, wie Handel auf Augenhöhe mit PartnerInnen weltweit praktisch funktioniert. Weltläden informieren ihre KundInnen über die Besonderheiten der Produkte, ihre PartnerInnen, deren Erfolge und Herausforderungen.

Im Weltladen begegnen Ihnen Vielfalt, Atmosphäre, Phantasie und Lebensfreude. Die angebotenen Produkte erzählen von den Besonderheiten des Herkunftslandes, von den Menschen, die sie erzeugen, von deren Lebensbedingungen, deren Ideen und Leistungen. Das Sortiment besteht aus fair gehandelten Lebensmitteln, Schmuck, Accessoires, Taschen, Lederwaren,  Körperpflege, Homestyle und Bio-Faire Mode aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Neben den Lebensmittel-Klassikern Kaffee, Tee, Kakao oder Gewürzen finden Sie bei uns weitere Produkten des täglichen Bedarfs wie Textilien und Kosmetik sowie Kunsthandwerk.  

 

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