20.02.2020

"Honeyland" - Süßes zum Überleben

Auch in den Weltläden gibt es Honig! Die Bienen sind in der Landwirtschaft vieler unserer Kleinbäuerinnen und - bauern in den Ländern des Südens überlebensnotwendig. Der gewonnene Honig ist ein gutes Nebenprodukt zum Anbau von Kaffee, Gewürzen, Obst, Nüssen und anderen Produkten die unsere Fairhandes-Lieferant*innen primär herstellen.

Zum Beispiel in unserem

TRIO Spezialitätenhonig- Orangenblüte, Eukalyptusblüte und Flora

steckt Honig von folgenden Kooperativen:

Miele Mexicana -Honig aus Mexiko:

Die überwiegend indigenen Mitglieder der Kooperative Miel Mexicana stammen aus verschiedenen Dorfgemeinschaften am Fuße des Vulkans Popocatepetl. Die Bio-Honigproduzent*innen sahen sich zuletzt durch die Ausweitung des Anbaus von genmanipuliertem Mais und Soja betroffen. Bei einer Durchmischung mit Pollen von GVO-Pflanzen (gentechnisch veränderte Organismen) wäre ihr Honig in der EU nicht mehr als bio verkäuflich. Außerdem wird der Einsatz von Roundup, dem Monsanto-Unkrautspritzmittel, mit dem zunehmenden Bienensterben in Verbindung gebracht. Einige NGO's in Mexiko organisierten zusammen mit den Honigproduzent*innen eine große Protestinitiative gegen den Anbau von GVO-Mais. EZA und GEPA unterstützten diese Initiative, indem sie u.a. Protestbriefe formulierten. Die Aktion zeigte Erfolg: Zum Glück für die Bio-Honigproduzent*innen hat 2014 ein mexikanisches Gericht gegen den Anbau von genmanipulierten Pflanzen in sieben der 32 mexikanischen Bundesstaaten entschieden.

Pueblo Apícola - Honig aus dem entlegenen Norden Uruguays

Aktuell zählt die Kooperative 35 Mitglieder, davon sind 8 Frauen. Die Mitglieder und ihre Familien leben auf dem Land. Honig stellt das Haupteinkommen der Familien dar. Das dafür notwendige Land wird von den Familien gepachtet, da sie nicht über ausreichend Land für die Bienenzucht verfügen. Insgesamt bewirtschaften die Mitglieder mit ihren Bienenvölkern rund 6000 ha (u.a. auch Eukalyptuswälder und Flächen mit natürlicher Vegetation). Die von ihnen gepachteten bzw. genutzten Flächen unterliegen einem eigenen Umweltplan, der u.a. den Schutz der Wälder vor Brand und den Schutz der natürlichen Quellen vorsieht. Neben der Bienenzucht werden noch etwas Obst und Gemüse für den Eigenbedarf angebaut. Die Mitglieder Pueblo Apícolas produzieren seit Beginn an organisch – biologisch und erhielten noch im Jahr der Gründung die Bio-Zertifizierung (BCS Öko Garantie). Bis heute entwickelte sich die Gruppe zum größten bio-zertifizierten Honigexporteur unter den Kooperativen Uruguays. Der Honig geht vor allem in den Export, da die lokale Nachfrage sehr gering ist, und der nationale Markt durch Handelsmonopole groß-er Unternehmen kaum zugänglich ist.

FAIRE Preise unabhängig von den schwankenden Weltmarkpreien, Fairtrade Prämie und Vorauszahlungen - darauf können sich die Produzent*innen im Fairen Handel FAIRlassen.

(Texte und Infos von EZA Fairer Handel)

Zudem haben wir noch zwei andere Honigsorten in den Weltläden:

  • SELVA - der blumige Polyflor aus dem Hochland Guatemalas
  • CANELLA - der cremige Biohonig mit Zimtgewürzmischung

FILMTIPP: 

HONEYLAND (2019, Prädikat: Wertvoll!)

der Film aus Nordmazedonien wurde als erster Film in der Geschichte gleichzeitig in den Kategorien „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Ausländischer Film" für die diesjährigen OSCARS nominiert! Ab März in den österreichischen Kinos!

Ein intimes Porträt über Menschlichkeit und unmenschliche Gier und über das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.

Bienenstöcke der Kooperative Pueblo Apícola Foto: Mami
Imker der Kooperative Pueblo Apícola Foto: Raquel
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