16.06.2020

Corona-Soforthilfe-Fonds für Produzent*innen

Bei uns kehrt langsam wieder Normalität ein. Im globalen Süden dauert das noch. Weitere rigorose Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 führen zu verlängerten Lockdowns. Unseren ersten zwei Ziele von je 20.000 Euro sind erreicht. Wir gehen nun in Phase drei und bitten um Unterstützung. Die Covid-Fälle im globalen Süden nehmen weiterhin zu und die Ausgangssperren und -beschränkungen führen zu Produktions- und Lieferstopps und damit Einkommensverlusten. Für die ohnedies oft schwache Wirtschaft und vor allem die armen Bevölkerungsschichten ist diese Infektionskrankheit verheerend. Den Partnerorganisationen geht zusehends die Luft aus. Die finanziellen Rücklagen reichen oft nicht, um die laufenden Ausgaben ohne Produktion und ohne staatliche Unterstützung zu decken. Hier sind die Vorauszahlungen und Aufträge der fairen Handelspartner*innen und Lieferant*innen aus dem globalen Norden gerade notwendiger denn je. Unseren ersten zwei Ziele von je 20.000 Euro sind erreicht. Wir gehen nun in Phase drei und bitten um Unterstützung.

Bisher geförderte Weltladen-Produzent*innen (in der Reihenfolge der erfolgten Unterstützung)

  • Golden Palm, Sri Lanka: Fortzahlung der Gehälter durch die Mittel aus dem Corona-Soforthilfe-Fonds.
  • Chako, Sansibar: Aus dem Soforthilfe-Fonds konnten die Löhne zu 100% weitergezahlt werden - es wurden 176 Menschen unterstützt.
  • Gorkhali Handicraft, Nepal: Aus dem Corona-Soforthilfe-Fonds der ARGE Weltläden für alle 29 Mitarbeiter*innen der Filzerei je 100,-- Euro zur Abdeckung der Grundbedürfnisse zur FAIRfügung gestellt.Gorkhali Handicraft, Nepal: Aus dem Corona-Soforthilfe-Fonds der ARGE Weltläden für alle 29 Mitarbeiter*innen der Filzerei je 100,-- Euro zur Abdeckung der Grundbedürfnisse zur FAIRfügung gestellt.
  • Tara, Indien: Die Unterstützung wird als Kompensation für das fehlende Geldeinkommen von 4 Frauengruppen verwendet und speziell für die Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom, Medikamente, Lebensmittel verwendet.
  • Creative Handicrafts, Indien: Aus Fondsmitteln wurden Monatslöhne für die 150 Näherinnen ausgeschüttet.
  • Asarbolsem, Bolivien: Mit den Mitteln wird der Ankauf und die Ausgabe von notwendigsten Lebensmitteln, weiteren Masken und Hygieneartikeln gewährleistet.
  • Bawa Hope, Kenia: Aus Mitteln des Corona-Soforthilfe-Fonds wird die Nuru-Group bestehend aus 12 Frauen unterstützt. Die Frauen sind HIV-positiv, viele von ihnen alleinstehend und für ihre Familien verantwortlich.
  • ACP, Nepal: Reduzierte Bestellungen, fehlender Inlandsmarkt, wirtschaftliche Krise im Land stellt ACP auf eine harte Probe. Um einen Anteil an den trotzdem anfallen Fixkosten zu leisten, werden 5.000 Euro aus dem Fonds zur FAIRfügung gestellt. ). 

Das nachfolgenden Videos zeigen, wie die Mittel des Solidaritätsfonds am Beispiel Sansibar und Sri Lanka eingesetzt wurden. Zusammengestellt wurden die Videos von Julian Fellner, EZA Fairer Handel. DANKE!

 

 

Bitte unterstützen Sie den Fonds mit Ihrer Spende

Ein Einkauf im Weltladen bedeutet konkrete Solidarität und eine Spende für den Soforthilfe-Fonds zusätzliche Unterstützung in dieser Situation. Der Fonds läuft seit 30.04.2020 und wir erfahren laufend weitere Details über die starken Einschränkungen im globalen Süden. Danke, dass Sie Teil dieser Solidaritätsaktion sind! Die Arbeitsgemeinschaft Weltläden, Dachverband der Weltläden, hat für diese existenzbedrohende Krise bei unseren Produzent*innen im globalen Süden einen Corona-Notfallfonds eingerichtet und mit einem Betrag von 5.000 Euro dotiert. Nach Rücksprache mit der EZA Fairer Handel über diese Initiative wurden weitere 5.000 Euro für Soforthilfe einbezahlt. Wir bedanken uns bei den bisherigen Spender*innen aus den Weltläden und Privatpersonen und laden alle Solidaritätsbewegten ein mitzumachen! Die Gelder dieses Fonds wurden bereits und werden weiterhin für Produzent*innen-Organisationen fair-wendet, die einen starken Fokus auf Frauen und einen hohen Frauenanteil haben. Wie stärkt der Faire Handel Frauen?

"Times are hard for us all. I have been working at Chako since 2010....We have 36 colleagues now and we are all trying to work as much as we can, but we are forced to work half time, because we have to keep social distance and there is less work to do. This results in my income being very low, and I do not have enough money to pay for food for my family, I cannot pay for the schooling of my children and my husband lost his job, so we cannot pay rent. We are in desperate need of extra money. The news of EZA Fairer Handel being able to support us and give us this money and made me cry of happiness. Without this money I would not be able to continue my work, pay for food and rent, and now I can pay for this and pay for my children’s school, which is most important. Thank you so much, may Allah bless you, and all your loved ones, you are very good people." (Zaitun, Chako/Sansibar)

Wenn Sie unterstützen wollen, überweisen Sie bitte an:

  • ARGE zur Förderung d. Weltläden "Corona - Soforthilfe"
  • IBAN AT39 5700 0700 1134 1863
  • BIC/SWIFT-Code HYPTAT22XXX

Unterstützte Produzent*innen

Nach einer genauen Bedarfserhebung durch Birgit Calix und Julian Fellner von der EZA Fairer Handel wurden gemeinsam mit der ARGE Weltläden Kriterien festgelegt und in einem ersten Schritt folgende Produzent*innen-Organisationen gewählt (Update 06.07.2020).

ACP / Nepal / v. a. Klangschalen, Filzprodukte, zuletzt Keramik

  • Nepal befindet sich aktuell in der dritten Wirtschaftskrise in Folge: 2015 wurde das Land (v. a. die Hauptstadt) durch ein Erdbeben verwüstet, das massive Schäden an Kulturgütern und der wirtschaftlichen Infrastruktur verursachte. Mit Hilfe der Weltläden wurden von der EZA Fairer Handel damals Spendengelder für den Aufbau einer zerstörten Webwerkstatt gesammelt. Der Wiederaufbau des Landes wurde allerdings massiv behindert und verzögert, weil Indien Nepal wirtschaftlich boykottierte (wegen Grenzstreitigkeiten) und die Einfuhr von Rohstoffen für den Wiederaufbau über Monate verhinderte. Zudem leidet das Land grundsätzlich unter logistischen Problemen (Binnenlage) und hohe Kosten für Rohstoffe für die Produktion, die für fast alle Produkte importiert werden. Das Land hat sich von dieser Situation noch nicht erholt, als die COVID-19 Krise den Lock-down der Wirtschaft mit sich brachte. ACP war von all diesen Krisen ganz maßgeblich und direkt betroffen.
  • Die Situation bei ACP hat sich verschlechtert. Nach all den überstandenen Krisen scheint ihnen die Luft auszugehen. ACP bittet all ihre Kund*innen & Fair-Handels-Kontakte um Unterstützung. Sie haben derzeit zwei fixe Zusagen. JEDE Unterstützung ist von Bedeutung. Zur wirtschaftlich angespannten Situation im Land und dem Ausfall des Tourismus (ACP führt einen eigenen Fair-Handels--Shop in Katmandu) kommen aktuell die Rückgänge bei den Bestellungen ihrer wichtigsten Fair-Handels-Kund*innen.
  • Gleichzeitig ist ACP eine anerkannte Fair-Handels-Organisation der ersten Stunde, die vor allem von Frauen getragen wird und Frauen unterstützt.
  • ACP leistet vorbildliche, inhaltliche Arbeit. Es ist ein Pionierorganisation mit Vorbildwirkung in Nepal.
  • Die EZA Fairer Handel bezieht seit 2006 Produkte von ACP.
  • Aus dem Corona-Soforthilfe-Fonds werden in KW 33 5.000 Euro für ACP zur FAIRfügung gestellt.

Weiterführende Informationen:

ASARBOLSEM / Bolivien / Alpaka Strickwaren

"....Vielen Dank für die Solidarität und die persönliche und institutionelle Unterstützung unserer Mitglieder. Die Unterstützung erreicht uns zu einem kritischen Zeitpunkt der Covid-19-Entwicklung in Bolivien. Ich kann kaum die Worte finden, um Ihnen für Ihre Unterstützung zu danken." (J. Carlos Moscoso Rodriguez, Nachricht vom 02.07.2020 aus El Alto, Bolivien)

  • Bolivien wurde von der Covid-19-Krise kurz nach der politischen Krise nach dem erzwungenen Abtritt des Präsidenten Evo Morales doppelt hart getroffen. Bereits die politische Krise hat eine massive ökonomische und soziale Krise nach sich gezogen (mit Plünderungen, Ausgangssperren, rassistischen Übergriffen gegenüber der indigenen Bevölkerung, Gewalt auf der Straße, etc.). Die Covid-19-Krise und Ausgangssperren haben die Menschen neuerlich in ihre Häuser gezwungen – keine Arbeit, kein Einkommen! Die Ersparnisse sind oftmals aufgebraucht. Zusätzlich führt die angespannte Situation, Unsicherheit und strenge Ausgangssperre in den Familien zu innerfamiliären Spannungen und häuslicher Gewalt.
  • ASARBOLSEM ist ein langjährigster, verlässlicher und besonders verbundener Strickpartner mit großem sozialen und politischen Engagement. Es handelt sich um eine anerkannte Fairhandels-Organisation der ersten Stunde aus Bolivien. Die Mitglieder von ASARBOLSEM sind vor allem Handstricker*innen indigener Abstammung aus El Alto und kleine Strickwerkstätten.
  • ASARBOLSEM wurde im Rahmen der Weltladen-Bildungsreise 2007 besucht. Die Begründerin von ASARBOLSEM, Antonia Rodríguez, ist den Weltläden von der Produzentinnen-Tour 2007 und aufgrund der Frauenstimmen gut bekannt und wurde auf der WFTO Konferenz in Lima zum Ehrenmitglied der WFTO erwählt.
  • ASARBOLSEM plagen zwei Sorgen: die aktuelle Situation der Produzent*innen unter der Quarantäne und die düsteren Zukunftsaussichten hinsichtlich der Entwicklung auf den Absatzmärkten (event. Rückgang der Bestellungen).
  • ASARBOLSEM unterstützte seine 72 Mitglieder (davon 85% Frauen) während der Covid-Krise. Die eigenen Mittel sind aufgebraucht, der Bedarf der Produzent*innen besteht weiter.
  • Die Produzent*innen wurden bisher von ASARBOLSEM wie folgt unterstützt: Ausgabe von Lebensmittelpaketen, angekauften Masken, Desinfektions- und Hygieneartiken. In besonderen Notfällen kam es zu Auszahlungen von Vorauszahlungen auf Produkte, die im eigenen Schauraum zum Verkauf angeboten werden (da die Tourist*innen ausbleiben, können diese nur schwer verkauft werden), Ausarbeitung eines Maßnahmen-Katalogs zum Schutz der Produzent*innen, Umstellung des Arbeitsprozesses inklusive der internen Abläufe bei Materialausgabe, Produktion und Qualitätskontrolle
  • Aus den Mitteln des Corona-Soforthilfe-Fonds wurden die Mitglieder mit 12.000 Euro unterstützt. Verwendung: Ankauf von notwendigsten Lebensmitteln, Ankauf und Ausgabe von weiteren Masken und Hygieneartikeln.

Dankesbotschaften aus Bolivien: 

Erstes Video/links: Nelly Castano Quispe (Grupo Quita pegas)

Zweites Video/rechts: Ana Quispe (Grupo Quita pegas)

   

  

Quelle Bilder: ASARBOLSEM

Weiterführende Informationen:

 

Bawa Hope / Kenia / Modeschmuck

  • In Kenia werden ähnliche Maßnahmen wie in Östereich umgesetzt, um die Ausbreitung von COVID-19 zu reduzieren, trotzdem breitet sich das Virus weiter aus. Das öffentliche Leben ist massiv eingeschränkt, in den Städten gilt eine nächtliche Ausgangssperre, Transportmittel sind rar und teuer, lokale Märkte eingestellt, die Wirtschaft leidet (vor allem aber der informelle Sektor). Laut Fred Masinde von Undugu leiden die Leute in Kenia mehr unter den wirtschaftlichen Folgen der Krise, als unter COVID-19 selbst. Der Tourismus ist vollkommen eingebrochen und damit der lokale Markt für die Produkte. Unterstützungsleistungen durch den Staat gibt es nicht.
  • Bawa Hope fragte um Unterstützung für ihre Produzent*innen an, allen voran für die Nuru-Group, einer Frauen-Gruppe aus dem Kibera Slum in Nairobi.
  • Die Frauen haben mit dem Ausbleiben der TouristInnen ihren Absatzmarkt und Einkommen verloren. Zudem hat sich die NGO aus den Niederlanden, welche die Gruppe einige Jahre lang begleitet und unterstützt hat, plötzlich zurückgezogen. Seither (2019) versucht Bawa Hope die Frauen mit Produktentwicklung und Aufträgen zu unterstützen.
  • Zuletzt haben die Frauen bei der Fertigstellung (Endfertigung & Polieren) des Messingschmucks und Verpackung der EZA-Fairer-Handel-Order mitgearbeitet. Eigene Produkte der Nuru-Group sind derzeit in Entwicklung und sollen über die EZA Fairer Handel den Weltläden in Zukunft angeboten werden.
  • Die Nuru-Group besteht aus 12 Frauen. Sie haben sich vor 10 Jahren zusammengetan, um mit Unterstützung einer NGO aus den Niederlande (s.o.) Produkte für den lokalen Markt herzustellen. Die Frauen sind HIV-positiv, viele von ihnen alleinstehend und für ihre Familien verantwortlich. Derzeit können sie nicht mehr für ihre Familien sorgen.
  • Bawa Hope bezifferte den Bedarf der Familien mit € 300,- / Monat (für Lebensmittel, Miete, laufende Kosten). Die Frauen können diese Kosten aus eigener Kraft nicht mehr aufbringen. Es droht die Delogierung ganzer Familien. Um dies zu verhindert werden in KW33 aus dem Fonds 3.600 Euro für Bawa Hope zur Verfügung gestellt.

Weiterführende Informationen:

TARA  / Indien / v.a. Modeschmuck

"Tara is working with nearly 500 artisans out of which 215 are the women artisans. The biggest problem faced in the last several weeks is that the production was completely closed due to lockdown. It is nearly two months, there is no production. The orders from many Fair Trade partners have also decreased due to the grim situation in Europe and USA. It is difficult times as the artisans have no steady income. There was also a wage loss in the last few weeks. In such circumstances, it is really important to support the producers-artisans. ....It is heart breaking to see that how artisans and specifically migrant daily workers have suffered during the lockdown period. Thousands of them lost jobs and do not have any kind of support. They are the creators of beautiful crafts and designs ,yet they have the hardest times. They need the most important human dignity. The cash support is required to pay for their fixed obligations like, rent , electricity and other day to day petty expenses, as their regular income stopped." (Moon Sharma, die Tochter des Begründers von Tara)

  • Indien befindet sich vielen Wochen im Lockdown. Seit Ende Mai werden Teile der Wirtschaft in ausgewählten Gebieten wieder hochgefahren. Leider sind die Produzent*innen vieler EZA Fairer Handel-Partnerorganisationen Slum-Bewohner*innen und in der roten Zone angesiedelt, für die die strengsten Auflagen und Ausgangssperren gelten.
  • TARA ist eine langjähriger, verlässlicher Produzent*innen-Partnerin der EZA Fairer Handel und der Schmuck wird in allen Weltläden angeboten.
  • TARA zeigt großes soziales Engagement, vor allem im Einsatz gegen Kinderarbeit, der Stärkung der Frauen und in der Arbeit mit marginalisierten Produzent*innen in den Slums von Neu Delhi.
  • TARA hat seit mehr als 10 Wochen keine Verkäufe und Einnahmen mehr. Zusätzlich sind die Bestellungen aufgrund der Krise spürbar eingebrochen. Die Organisation erhält keine Unterstützung seitens der Regierung und wickelt trotzdem ein umfassendes Hilfsprogramm (u.a. Ausgabe von Lebensmittel-Paketen, Essenrationen, Ausgabe von 10.000 eigens angefertigten Masken, medizinische Behandlungen im eigenen Gesundheitszentrum) für ihre über 500 Produzenten-Familien und bedürftige Slumbewohner*innen ab. Wie kann TARA das finanzieren? Mittels eigener Rücklagen bzw. externe Gelder sowie einer Croud-Funding-Kampagne, allerdings übersteigt der de facto Bedarf die Möglichkeiten. Daher sollen Mittel des Fonds für den Akutbedarf eingesetzt werden.
  • Auch bei TARA gehören die Produzent*innen dem informellen Sektor an, sind nicht sozial abgesichert und erhalten keine Unterstützung seitens des Staates: keine Arbeit bedeutet kein Einkommen für die Familien und kein Essen.
  • Aus den Mitteln des Corona-Soforthilfe-Fonds wurden 50 Frauen aus vier Gruppen unterstützt. Sie leben in den Slums von Neu Delhi. Konkret sind das folgende Gruppen: Khiwai Mahila Samooh G., Adarsh Hastshilp Samiti G., KB Crafts, Lok Kala Kriti G. Die Unterstützung wird als Kompensation für das fehlende Geldeinkommen verwendet. Für sich und ihre Familien können die Frauen damit Miete, Strom, Medikamente, Lebensmittel etc. bezahlen.
  • Aktuell sind die Mitglieder von Tara, bis auf wenige Ausnahmen, zurück an ihren Arbeitsstellen. Allerdings ist die Arbeit durch den partiellen Lockdown in verschiedenen Gebieten und allgemeinen Bewegungseinschränkungen immer noch beeinflusst. Aufgrund der Umsatzverluste der letzten Wochen liegt der Fokus Mitglieder von TARA fokussiert darauf, härter zu arbeiten und noch nicht abgeschlossene Arbeiten fertig zu stellen.

Dankesbotschaft aus Indien:

“We are highly thankful to EZA and Association of World Shops for the much needed support they provided. We continue to support the artisan communities, needy people, SHG members and other vulnerables through our awareness program and health care project. We continue to distribute the food raw material and hygiene kits to the members / beneficiaries, who do not have enough work and are suffering from economic constraints. In the last two months we have distributed 1250 kits of food raw material and 1380 kits of health/ hygiene, apart from raising awareness about the deadly virus and how to remain safe.” (Moon Sharma, die Tochter des Begründers von Tara)

   

Bilder von der Verteilung von Essens- und Hygienepaketen der letzten Wochen und von „awareness sessions“ für die Mitarbeiter*Innen zu Covid-19 und seiner Vorbeugung.

Weiterführende Informationen:

Creative Handicrafts / Indien / Mode

"So happy to hear from you… It is very kind and thoughtful of you to set up this initiative to support all the producers…. Most of the producers are going through a tough time during this period…. Two months without work and many cancelled or reduced orders…. Further, there is so much uncertainty… The donation ....will help us continue to pay the women during this lockdown. .... We shall use this fund to support the women producers by paying them the basic salaries.... This is what makes Fair Trade different… and meaningful (Johny Joseph, Director)"

  • Creative Handicrafts ist eine Frauenorganisation mit Zielgruppe von Frauen in den Slums von Mumbai
  • Die Slums von Mumbai sind einer der „Hot Spots“ innerhalb der roten Zone (stärkste Restriktionen, Verlängerung des Lock-down bis Ende Mai 2020).
  • Creative Handicrafts ist eine wichtige Produzentinnen-Organisation der EZA Fairer Handel und der Weltläden im Modebereich für die Marke "anukoo"
  • Akuten Bedarf hatte Creative Handicrafts, um den Frauen in der Zeit der Ausgangssperre und eingestellten Produktion, den Basislohn (einzige Einkommensquelle) auszahlen zu können.
  • Aus Fondsmitteln wurden im Mai 2020 in einem ersten Schritt ein Teil der Monatslöhne für die 150 Näherinnen ausgeschüttet.

Werfen Sie einen Blick in die Werkstätten von Creative Handicrafts

Weiterführende Informationen:

Chako / Tansania / Upcycling / Handwerk

  • Auf der Insel Sansibar vor der Küste Tansanias ist der Tourismus aufgrund der aktuellen Situation komplett zusammengebrochen. Es gibt keinen lnlandsmarkt mehr für CHAKO.
  • CHAKO stellt spannende Produkte mit innovativem Ansatz (Müllvermeidung, Upcycling).
  • CHAKO und deren Produkte wurden von der ARGE Weltläden und den Weltläden im Rahmen eines Schwerpunktes in den Fokus gerückt.
  • CHAKO hat einen hohen Frauenanteil von 61% (23 von 38 Angestellten sind Frauen; 18 sind unausgebildete Jugendliche). 
  • Der Exportmarkt  wird noch längere Zeit von größter Bedeutung sein. Dringender Bedarf besteht bei der Fortzahlung der Mitarbeiter*innen in der Produktion.
  • Update 19.06.2020:  Durch die Unterstützung aus dem Soforthilfe-Fonds konnten die Löhne bei CHAKO zu 100% weitergezahlt werden. Damit können die 38 MitarbeiterInnen von Chako sich und ihre Familien versorgen. Insgesamt werden dadurch 176 Menschen unterstützt. "Wir alle arbeiten bei Chako zusammen, aber wir können nicht mehr so viel arbeiten wie früher. Wir verdienen dadurch weniger Geld, und da wir die einzigen in unseren Familien mit Einkommen sind, sind wir unglaublich dankbar für eure Hilfe. Hilfe, ohne die wir nicht ausgekommen wären." (Rehema Ismael) Die Freude bei Chako ist so groß, dass sie etwas weitergeben möchten: Seit dem 1. Juli nutzen die Chako-MitarbeiterInnen ihre arbeitsfreien Tagen, um die am stärksten benachteiligten Gemeinden zu besuchen und Masken sowie Seifen an sie zu verteilen. Gemeinsam mit dem Gesundheitszentrum der Insel werden die Menschen in Hygienemaßnahmen geschult.

     

Weiterführende Informationen:

Golden Palm / Sri Lanka / Bemalte Holzprodukte und –spielzeug

"Greetings from Sri Lanka! On behalf of all the producers of Golden Palm Crafts, Samanthi and I wish to extend our heartful thanks to EZA and Austrian Worldshops  Association for this great help in this hour of need. ....Many thanks for all your kind efforts. Best Wishes." (Ravi Jayawardena, Chairman/Founder, Golden Palm Crafts - Sri Lanka)

  • Bei Golden Palm bedeutet der aktuelle Produktionsstillstand, dass die Organisation das Geld für die Aprillöhne nicht aufbringen kann (im März wurde die Löhne noch zur Gänze bezahlt, trotz Einstellung der Produktion zur Monatsmitte und fehlender Aufträge in den Monaten davor).
  • Die Produzent*innen und ihre Familien hängen voll und ganz von ihrem Lohn und Einkommen bei Golden Palm ab.
  • Von den 24 Angestellten sind 21 Frauen. Die GF und Produktionsleiterin ist eine ehemalige Angestellte von Golden Palm.
  • Golden Palm wurde im Rahmen der Weltladen-Reise von Weltladen-Mitarbeiter*innen besucht.
  • Da Golden Palm Akutbedarf hat, wurde am 18.05.2020 die erste Unterstützung für (Fortzahlung) Gehälter aus dem Corona-Solidaritäts-Fonds nach Sri Lanka transferiert. 

Weiterführende Informationen:

 

Unterstützung der Filzerei „Gorkhali Handicraft“ in Kathmandu

Aus Mitteln des Corona-Soforthilfe-Fonds werden aufgrund des Aktubedarfes neben Kooperationen der EZA Fairer Handel nun auch Produzent*innen von Fairytale Fair Fashion in Nepal unterstützt. Mehr Information erhalten Sie im Blogbeitrag über Gorkhali Handicraft.

Updates und Detailinfos

  • Update 06.07.2020: Wir konnten Dank weiterer solidarischer Menschen unser zweites Ziel von neuerlich 20.000 Euro erreichen. Die am 16.06. eingelangten Anfragen konnten wir damit zwar nicht zur Gänze, wohl aber in einem sehr guten Ausmaß bedienen. Wieder ein Baustein in einem solidarischen Miteinander und für TARA und ASARBOLSEM eine großartige Unterstützung in herausfordernden Zeiten.
  • Update 25.06.2020: Covid-19 in Indien von Johny Joseph, Creative Handicrafts: Der Lockdown wurde bis Ende Juni verlängert. Der öffentliche Verkehr ist stillgelegt, es fahren keine Züge, es gibt keine Flüge, die Geschäfte sind geschlossen. Es ist fast Ende Juni und noch völlig unklar, wie die nächsten Schritte aussehen werden. Auf der anderen Seite sind wir "Nummer 4" weltweit die Infektionen betreffend nach den USA, Brasilien und Russland. Mumbai war sehr schwer betroffen, es ist das Epizentrum so zu sagen. 40% der Betroffenen kommen aus Maharashtra. Die Spitäler sind voll - sowohl öffentliche als auch private. Viele öffentliche Gebäude, Hotels, Stadien, Messezentren sind in Covid-19-Zentren umgewandelt worden. Aus dem Creative Handicraft-Team waren bisher drei Menschen betroffen. Dank der entsprechenden Behandlung sind sie genesen. Aufgrund der Einstellung der öffentlichen Verkehrsmittel inklusive der Rickshaws, können nur Mitarbeiter*innen, die fußläufig wohnen, arbeiten kommen und sie möchten das auch. Alle Mitarbeiter*innen über 50 wurden gebeten zu Hause bleiben. Es wird versucht, die Vorbestellungen aus Euorpa rechtzeitig auf den Weg zu bringen. "Overall, the situation here has not been very positive. With the support of our partners like you we have been able to pay wages to the women and staff. However, a majority of the poor who are casual labourers are going without work and wages for three months in a row. The poor has no savings at all. They always live on their daily earnings and loans. This has made life very difficult for the poor both in urban and rural areas. Many from the urban areas have gone back to their villages as they feel more secure there though basic necessities continue to remain a worry for them."
  • Update 19.06.2020:  Durch die Unterstützung aus dem Soforthilfe-Fonds konnten die Löhne bei CHAKO zu 100% weitergezahlt werden. Damit können die 38 MitarbeiterInnen von Chako sich und ihre Familien versorgen. Insgesamt werden dadurch 176 Menschen unterstützt. "Wir alle arbeiten bei Chako zusammen, aber wir können nicht mehr so viel arbeiten wie früher. Wir verdienen dadurch weniger Geld, und da wir die einzigen in unseren Familien mit Einkommen sind, sind wir unglaublich dankbar für eure Hilfe. Hilfe, ohne die wir nicht ausgekommen wären." (Rehema Ismael) Die Freude bei Chako ist so groß, dass sie etwas weitergeben möchten: Seit dem 1. Juli nutzen die Chako-MitarbeiterInnen ihre arbeitsfreien Tagen, um die am stärksten benachteiligten Gemeinden zu besuchen und Masken sowie Seifen an sie zu verteilen. Gemeinsam mit dem Gesundheitszentrum der Insel werden die Menschen in Hygienemaßnahmen geschult.
  • Update 16.06.2020: Covid-19 im globalen Süden erfordert #fairtradesolidarity: Wir haben heute über unsere Kooperationspartnerin EZA Fairer Handel weitere Anfragen von Produzent*innen aus Indien und Bolivien bekommen. Es handelt sich teilweise um Basisversorgung wie Lebens- oder Hygieneartikel, aber auch Schutzmasken. Die derzeit zur Verfügung stehenden Mittel des Fonds reichen dafür NICHT aus. Daher bitten wir euch Phase 2 des Corona-Soforthilfe-Fonds der ARGE Weltläden zu unterstützen. Wir haben schon viel geschafft, lasst uns gemeinsam weitermachen. Wir danken euch herzlich! 
  • Update 03.06.2020: Nach dem Start des Fonds mit 30.04.2020 haben wir gemeinsam sehr schnell die ersten Euro 20.000,- erreicht. Mit den Geldern von EZA Fairer Handel und ARGE Weltläden (je Euro 5.000,-) standen wir bei über Euro 30.000,- und konnten sehr schnell erste Solidaritätszahlungen nach Indien, Sri Lanka und Tansania überweisen (weiter unten finden Sie Details). Jetzt sind wir bereits im zweiten Teil des Soforthilfe-Fonds und peilen weitere 20.000,- Euro an. Denn: Covid-19 begleitet uns weiterhin. Danke für Ihre Solidarität!

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