19.02.2022

Hunger.Macht.Profite.11

Von 17. März bis 6. Mai 2022 zeigen die österreichweiten Filmtage zum Recht auf Nahrung - Hunger.Macht.Profite.11 - kritische Dokumentarfilme über unser Agrar- und Lebensmittelsystem. Die Weltläden unterstützen diese Filmtage.

Zum 11. Mal zeigen die Filmtage in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg und der Steiermark wie die industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen führen. Einige Filme erzählen aber auch von Mut und Hoffnung der Menschen, die versuchen Widerstand zu leisten.

An allen Spieltagen gibt es in anschließenden Filmgesprächen mit lokalen Initiativen und Fachreferent*innen die Möglichkeit über lokale Alternativen und Handlungsoptionen zu diskutieren.

Filmbeschreibungen

© Chasseurs d'étoiles

Fields of Anger

von Anne Gintzburger, France 2018, 72 Min., OF deutsch untertitelt

Österreich-Premiere

Die Hälfte der französischen Bauern und Bäuerinnen verdient € 350 im Monat. Die Landwirtschaft befindet sich in einer Krise, auch weil die Politik die Bäuer*innen dazu führt, Suizid zu begehen. Doch es wird gekämpft: Die Bäuer*innen und mutigen Frauen der „foulards noirs“, der „Schwarzen Schals“, fordern lautstark einen Wandel, der Leben rettet. Ihre Mission ist es, auf das Schicksal französischer Bauernfamilien und die Zerstörung kleinbäuerlicher Strukturen aufmerksam zu machen. Mit Humor, Feingefühl und Überzeugung reisen sie quer durch das Land, um die Bevölkerung und nicht zuletzt die Politik wachzurütteln.


© PLTV

Chocolate’s Heart of Darkness | Cacao : les enfants pris au piège

von Paul Moreira, Elfenbeinküste 2018, 56 Min. Österreich-Premiere

Österreich-Premiere

Schokolade – eine der beliebtesten Süßigkeiten, die uns selbstverständlich im Alltag begleitet. Doch zu welchem Preis? 2001 beschloss die Schokoladenindustrie Kinderarbeit zu beenden. Heute zieren Hersteller*innen ihre Erzeugnisse mit Abzeichen, die auf menschen- und umweltschonende Produktion hinweisen. Kinderarbeit gibt es aber weiterhin: in den entlegensten Winkeln der Regenwälder in der Elfenbeinküste, dem größten Schokoladenhersteller weltweit, arbeiten noch heute Kindersklaven auf illegalen Kakaoplantagen. Tief in isolierten Teilen des wenigen Waldes, der durch den aggressiven Raubbau noch übrig geblieben ist, arbeiten sie oft ohne Lohn. Nur mit der Hoffnung, eines Tages selbst eine kleine Parzelle zu besitzen.


© HDPERU

Mothers of the Land | Sembradoras de Vida

von Diego Sarmiento, Alvaro Sarmiento, Peru 2020, 74 Min.

Österreich-Premiere

Im Hochland von Peru pflegen die Bäuerinnen noch ein sehr enges Verhältnis zur Natur. Die Samen, Pflanzen und Früchte, die dem Boden entwachsen, sind Teil der Familie. Doch seit einiger Zeit fällt es den Frauen immer schwerer, für diese „Verwandten“ zu sorgen: das Klima ist nicht mehr stabil, das Wetter hat sich verändert und selbst der Duft der Erde ist oft nicht mehr, was er mal war. Fünf Frauen in den Anden versuchen trotz der zunehmenden Schwierigkeiten eine traditionell indigene und organische Landwirtschaft aufrecht zu erhalten, um gesunde Nahrung zu produzieren.


© Kartemquin Films

The Ants and the Grasshopper

von Raj Patel und Zak Piper, Malawi/USA 2021, 74 Min.

Österreich-Premiere

Anita Citaya hat eine Gabe: Mit ihren Worten erreicht sie Menschen. In ihrer Community in Malawi spricht sie über Gleichberechtigung zwischen Ehepartner*innen und die Auswirkungen des Klimawandels, die in ihrem Land bereits deutlich zu spüren sind. Es regnet selten, die Pflanzen vertrocknen und Wasser ist ein wertvolles Gut. Mit ihrer Freundin reist sie in die USA, dem größten Verursacher klimaschädlicher Emissionen, und lernt dort Menschen kennen, die auf Grund ihrer sozialen Herkunft ganz unterschiedlich mit dem Klimawandel umgehen. Die Frauen begeben sich auf eine Reise, die sie mal bestürzt, mal hoffnungsvoll werden lässt. Ob es ihnen gelingt, die verschiedenen Welten zusammen zu bringen?


Weblink:

www.HungerMachtProfite.at