31.05.2021

COVID-19: Schneiderei in Nepal unterstützt

Die Weltläden haben aus Mitteln des Corona-Soforthilfe-Fonds Mitarbeiter*innen der Schneiderei Fairytale Fair Fashion unterstützt (18 Mitarbeiter*innen, 2 Geschäftsführer/Inhaber und 3 Zulieferer aus der Druckerei).

Aktuelle Situation in der Zusammenarbeit mit Produzent*innen in Nepal

"Seit mehr als 10 Jahren arbeiten wir mit der Schneiderei FAIRYTALE FAIR TRADE FASHION zusammen. Vom Entwurf, über die gesamte Produktion bis zum  Druck wird alles hier abgewickelt. Wir pflegen eine enge Partnerschaft, haben von der Pieke auf eine ökofaire Arbeitsweise entwickelt und können auf viele Hoch und Tiefs zurückblicken. Nicht zuletzt das Erdbeben 2015 war eine riesige Herausforderung und auch der 1. Corona-Lockdown im vergangenen Jahr. Wir haben in diesen Extremsituationen gelernt, dass es wichtig ist, Krisenpläne zu entwickeln und dies in kurzen Abständen immer wieder zu evaluieren und neu auszurichten. So haben wir es bisher gut geschafft, die Coronakrise zu meistern." (Ingrid Gumpelmaier-Grandl, Gründerin und Designerin)

Seit der immensen Ausbreitung von COVID-19 in Indien und Nepal, ist das Land allerdings seit gut zwei Wochen im 2. Lockdown

Fairytale hat nach den vergangenen Erfahrungen vorgesorgt, dass die

Mitarbeiterinnen rechtzeitig dorthin können, wo sie sich am sichersten fühlen:

  • einige sind in die Himalaya-Dörfer, aus denen ihre Familie stammen, gegangen,
  • einige sind in Kathmandu geblieben,
  • zwei sind nach Indien
  • einige dürfen in der Schneiderei wohnen, da es dort sauberes Wasser, eine Küche und direkt nebenan einen kleinen Lebensmittelladen gibt.

Anfangs sah es so aus, dass die Regierung einige "Verbesserungen" in der Durchführung des Lockdowns vorgesehen hatte (Einkaufsmöglichkeiten, Transportmöglichkeiten für Güter, beispielsweise Stoffe...). Von Tag zu Tag spitzte sich die Lage aber zu. Seit Ende letzter Woche wurden die bereits restriktiven Kriterien verschärft, weil weil die infektions-und Todeszahlen ständig steigen. Große Aufmerksamkeit in den Medien erlangte die Situation im Everest-Basecamp, die eskaliert ist und und die Situation in den Krankenhäusern vollkommen, die außer Rand und Band ist.

  • Es gibt keine Betten mehr,
  • viele Betten stehen auf den Terrassen,
  • Sauerstoff zur Beatmung ist rar und kommt nur schleppend aus dem Ausland, ebenso Impfstoff.

Fairytale geht davon aus, dass diese Situation noch mehrere Woche instabil bleiben wird. Aus dem Erlös unserer Kampagne "Namastay together!" hat Fairytale Fair Fashion bereits die ersten Gelder überwiesen. Ingrid von Fairytale: "Es braucht noch weitere Überbrückungsgelder, damit unsere gesamtes Team die Krise "überlebt"- im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur Geld für Lebensmittel und Gas werden benötigt, auch Geld für die vermehrt anfallenden Gebühren/Kautionen die kassiert werden (z.B. für Transportfahrten, Arztleistungen...).Der größte Unterschied zum 1.Lockdown ist die Panik, die die Menschen jetzt haben- die Gefährlichkeit der "indischen Mutation" macht Angst, dazu kommt, dass in vielen Straßen Tote verbrannt  werden (gegen alle rituellen Gepflogenheiten), man hat Angst vor Organräubern... es ist schrecklich."

Aus diesem Grund haben wir schnell Mittel aus dem Corona-Soforthilfe-Fonds übermittelt! Das Fairytale Fair Fashion-Team ist in ständigem, intensiven Kontakt und versucht Zuversicht zu vermitteln. Oberstes Gebot ist: Nichts riskieren, Corona-Maßnahmen einhalten und in Kontakt bleiben.

Weiterführend: