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30.09.2025

10 Jahre Adelante - 10 Fragen an die Menschen am Ursprung des Kaffees

Mit der Einführung des Kaffees ADELANTE – auf Deutsch „Vorwärts!“ – brachte die EZA Fairer Handel im Jahr 2015 den ersten bio-fairen Kaffee aus reiner Frauenhand auf den österreichischen Markt. Kräftig im Geschmack, kraftvoll in der Wirkung: Er stärkt die Frauen, die ihn auf ihren Kaffeeparzellen anbauen.

Eigenes Einkommen, Selbstbestimmung, Frauenrechte und gelebte Solidarität prägen diese hochwertige Hochlandkaffee-Mischung aus Honduras, Peru und Uganda. Unabhängig vom Herkunftsland kämpfen die Produzentinnen dieses Kaffees für die Anerkennung ihrer Rechte, wirtschaftliche Unabhängigkeit und ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft.

Im September 2025 luden EZA Fairer Handel und Fairtrade Österreich Mitglieder der Kooperative UNICAFEC aus Peru ein. In Kooperation mit zahlreichen Weltläden tourten sie durch Österreich. Dabei berichteten sie den Weltladen-Kund:innen aus erster Hand über ihr Leben und ihre Arbeit als Kaffeeproduzent*innen heute – und über die besondere Bedeutung des Frauenkaffees.

Die Kooperative UNICAFEC hat ihren Sitz im Bezirk San Ignacio in der Provinz Cajamarca im Norden Perus. Die Frauen der Organisation bewirtschaften eigenes Land und können ihre Ernte getrennt verarbeiten und vermarkten. UNICAFEC unterstützt sie mit Schulungen und technischer Beratung – das Qualitätsbewusstsein ist hoch. Der Kaffee wächst in Mischkultur auf kleinen, steilen Parzellen und wird organisch-biologisch angebaut. Eine zusätzliche „Frauenprämie“ ermöglicht den Bäuerinnen Investitionen in die Verbesserung ihrer Produktion und ihres Lebensalltags. Über die Verwendung der Prämie entscheidet das Frauenkomitee gemeinschaftlich. Zuletzt wurden die Gelder für neue, rauchfreie Holzöfen, verbesserte Trocknungsplätze, Ausgaben für die Bildung der Kinder oder Projekte, die über einen Rotationsfonds mit Kleinkrediten finanziert werden, genutzt.


Wir haben Rosa Gómez Carrasco (Vorsitzende des Frauenkomitees), Luis Alberto Villegas García (Vorsitzender der Kooperative UNICAFEC) und Donald Delgado Sánchez (Geschäftsführer von UNICAFEC) zehn Fragen gestellt. 

Danke Birgit Calix von der EZA Fairer Handel für die direkte Übersetzung.

Rosa, du bist die Präsidentin des Frauenkomitees – was macht ihr für die Bäuerinnen?

Das Frauenkomitee wurde 2008 gegründet, um den Kaffee der Frauen zu einem besseren Preis zu vermarkten. Der Kaffee, den unsere weiblichen Mitglieder abliefern, ist von besonders guter Qualität, somit steht uns auch ein besonders guter Preis zu. Der Kaffee von uns Frauen wird separat gesammelt, seine Qualität bei der Übernahme geprüft und evaluiert. So stellen wir sicher, dass alle Produzentinnen je nach gelieferter Qualität einen höheren Preis bezahlt bekommen. Zusätzlich haben wir 2017 mit den Geldern aus der Frauenprämie ein Rotationsfonds eingerichtet. Dieses Geld haben wir vor allem über unsere Verkäufe an die EZA lukrieren können. Der Fonds wird von uns Frauen verwaltet. Wir vergeben Mikrokredite zu sehr günstigen Zinsen von höchstens 1% monatlich *. Die Frauen verwenden das Geld vor allem für Investitionen in ihre Häuser, kleinere produktive Projekte wie die Kleintierzucht, verbesserte Öfen, das Schulgeld ihrer Kinder oder Verbesserungen ihrer Kaffeeparzellen und Trockenplätze. Seit 2020 wurde die Frauenprämie nicht mehr dem Fonds zugeschlagen, sondern an uns Frauen direkt ausbezahlt. Der Fonds ist heute mit 18.000,- US-Dollar dotiert. Damit finden wir unser Auslangen.

Was macht die Qualität des Kaffees aus Frauenhand aus?

Die besondere Qualität unseres Kaffees liegt einerseits in der Auswahl der Sorten und der Sorgfalt im Anbau. Wir bauen allesamt Arabica-Sorten an und richten uns dabei nach den Richtlinien des Bio-Landbaus. UNICAFEC stellt uns Bio-Dünger zu günstigen Preisen zur Verfügung, denn gut gedüngte und mit Nährstoffen versorgte Pflanzen sind nicht nur robuster gegenüber Schädlingen, sie bringen auch mehr Früchte von besserer Qualität hervor. Besonders wichtig für die Qualität ist aber die Sorgfalt bei den ersten Verarbeitungsschritten nach der Ernte: dem Entpulpen, Fermentieren, Waschen und Trocknen. Die Sorgfalt und Geduld, die wir Frauen bei diesen Prozessen aufbringen, verbessern die Qualität unseres Pergamin-Kaffees*. Das zeigt sich bei den Analysen unseres Kaffees im Labor von UNICAFEC. Der Frauenkaffee erreicht bis zu 84 SCA-Punkten, bei den Männern liegt dieser Wert bei höchstens 83 Punkten. Darauf sind wir Frauen besonders stolz.

*(= geschälter, fermentierter, gewaschener und getrockneter Kaffee, wie ihn die Produzent:innen an ihre Kooperative übergeben)

Wieviel Kaffee aus Frauenhand produziert und verkauft ihr?

Insgesamt produzieren die Frauen von UNICAFEC 8.000 Quintales Pergaminkaffee* (= 442 Tonnen / Jahr), das sind rund 16 Container Exportkaffee. UNICAFEC verkauft aktuell aber nur 25% dieser Menge als Frauenkaffee. Ein bis zwei Container gehen an die EZA. Die Bedeutung der EZA liegt für uns vor allem in der langfristigen und verlässlichen Zusammenarbeit. Zudem hat die EZA mit ihrer Frauenprämie die Basis für den Rotationsfonds gelegt, den die Frauen selbst verwalten. Die direkte Zusammenarbeit zwischen UNICAFEC und der EZA hinterlässt für die Frauen eine unmittelbare Wirkung. Sie erhalten einen besseren Preis für ihren Kaffee, und das spornt sie an, weiterhin in die Qualität ihres Kaffees zu investieren.


Luis, Du bist der Vorsitzende, was bringt es einer Kooperative beizutreten? Was sind die wichtigsten Vorteile?

Das Wichtigste ist wohl, dass man nicht mehr allein und auf sich selbst gestellt ist. Als Mitglied der Kooperative wird man Teil einer Organisation und einer Gemeinschaft. Gemeinsam treffen wir alle Entscheidungen. Das oberste Entscheidungsgremium ist die Generalversammlung aller Mitglieder. Sie wählen den Vorstand und die weiteren Gremien. So sind die Mitglieder in diesen Gremien vertreten und können ihre Interessen einbringen. Bei wichtigen Entscheidungen wie z. B. der Festlegung des Aufkaufpreises für Kaffee konsultiert der gewählte Vorstand die Mitglieder in den Basisgruppen, denn nur wenn sie mit dem gebotenen Preis zufrieden sind, sind sie auch bereit ihren Kaffee an die Kooperative zu liefern. Ein weiterer Vorteil ist das breite Angebot an Dienstleistungen der Kooperative: die Abholung und der Transport unseres Kaffees, der Zugang zu günstigen Kleinkrediten, die Ausgabe von Bio-Dünger für unsere Kaffeeparzellen, das umfangreiche Schulungsangebot, die besseren Preise durch die Direktvermarktung unter den Bedingungen des Fairen Handels, die Analysen unseres Kaffees, die Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel und der wertvolle Wissenaustausch unter uns Mitgliedern.

Bringt ihr auch gerösteten Kaffee auf den heimischen Markt?

Ja, UNICAFEC vermarktet hochwertigen, vor Ort gerösteten Kaffee auch auf dem eigenen Markt und hat dafür drei Kaffeemarken kreiert: Soncco Mama (übersetzt „Herz der Mütter“), Roncco Papa (übersetzt „Stärke der Väter“) und UNICAFEC Coffee. „Soncco Mama“ steht für die Mütter bzw. Frauen. Für diesen Kaffee wird nur Frauenkaffee verwendet. „Roncco Papa“ steht für die Väter bzw. Männer und wird mit Bohnen unserer männlichen Mitglieder hergestellt. UNICAFEC Coffee ist ein Kaffee, mit dem wir vor allem unsere jungen Mitglieder unterstützen wollen. Die Bohnen für diesen Kaffee kommen von Mitgliedern unter 35 Jahren. Mit diesen drei Marken wollen wir die gesamte Familie und Gesellschaft abbilden – Vater, Mutter, Kind oder eben Männer, Frauen und die Jugend. 


Donald, du bist der Geschäftsführer der Kooperative: Wie läuft die Qualitätssicherung nach der Anlieferung ab?

Wir haben bei UNICAFEC eine umfassende Qualitätssicherung eingeführt. Dabei wird bei jeder Anlieferung des Mitgliederkaffees eine Stichprobe aus allen Säcken eines Mitglieds gezogen. Diese Stichprobe wird in einem ersten Schritt physisch beurteilt – Größe und Homogenität der Bohnen, Bohnenqualität, Feuchtigkeit, und weitere Merkmale  – dann geröstet und in unserem Labor verkostet. Dort wird die Qualität in der Tasse beurteilt. So können wir genau nachhalten, welches Mitglied welche Qualität liefert, wichtige Rückmeldungen an unsere Produzent:innen geben und genaue Geschmacksprofile unseres Kaffees erstellen. Bei dieser Überprüfung haben wir festgestellt, dass der Kaffee von unseren weiblichen Mitgliedern von besonders hoher Qualität ist. Gute Qualität honorieren wir in UNICAFEC mit eine eigene Qualitätsprämie, die wir am Ende der Saison an alle Mitglieder entsprechend der gelieferten Menge und Qualität auszahlen.

Euer Kaffee ist schon seit 2001 biozertifiziert – wie wird der Kaffee gedüngt?

UNICAFEC hat sich seit seiner Gründung 2001 dem Bio-Landbau verschrieben. Ein besonders wichtiges Projekt in diesem Zusammenhang ist die Herstellung eines für den Bio-Anbau zugelassenen natürlichen Düngers, den wir in unserer eigenen Anlage herstellen. Die Basis dieses Düngers ist Vogelkot (= Guano), der an den peruanischen Küsten gewonnen wird. Allerdings hält der peruanische Staat ein Monopol auf den Abbau dieses Rohstoffs. Als Kooperative können wir Guano in größeren Mengen mit einer staatlichen Lizenz beziehen. Vogelkot enthält viel Stickstoff, den der Kaffee für sein Wachstum benötigt. Wir mischen den Guano mit weiteren wichtigen Mineralien und Spurenelementen, die der Kaffee für sein Wachstum benötigt: Schwefel, Magnesium, etc. Diese Mischung wird an unsere Mitglieder zu günstigen Preisen abgegeben, bei Bedarf auch auf Kredit, weil der Dünger ja in der Wachstumsperiode und vor der Ernte benötigt wird. Unsere Mitglieder zahlen den Dünger dann mit ihrer Ernte zurück. Dieser Bio-Dünger wird von unseren Mitgliedern mit Kompost vor allem aus den Abfällen der Kaffeeverarbeitung bzw. ihrer Parzellen gemischt und auf den Parzellen ausgebracht. Dadurch steigt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen v. a. hinsichtlich von Krankheiten und Schädlingen, die durch den Klimawandel zunehmen. Außerdem konnten wir eine Verdoppelung der Produktivität feststellen. Vor dem Bio-Düngeprojekt lag die durchschnittliche Produktivität unserer Mitglieder bei 13 – 15 Quintales / ha (= 718 – 828 kg / ha). Heute ernten unsere Mitglieder 22 – 25 Quintales / ha (= 1214 - 1380 kg / ha) Pergaminkaffee.

Wie wirkt sich der hohe Kaffeepreis am Weltmarkt für euch aus? Liefern euch noch alle Mitglieder den Kaffee?

Die aktuell hohen Kaffeepreise machen für uns als Kooperative den Ankauf des Mitgliederkaffees sehr teuer. Das Problem dabei ist, dass unsere Finanzierungspläne, die auf den Preisen der letzten Jahre beruhen, nicht mehr halten. Wir brauchen plötzlich viel mehr Geld, um den Ankauf zu finanzieren, weil auch konventionelle Aufkäufer:innen hohe Preise bieten, oftmals ohne hohe Anforderungen an die Qualität des gelieferten Kaffees zu stellen. Das bedeutet einen zusätzlichen Wettbewerb für uns als Kooperative. Wir müssen unsere Mitglieder bei der Stange halten, ihr Bewusstsein für die Loyalität mit der Kooperative und die Bedeutung einer verlässlichen Anlieferung ihrer Ernte schärfen. Dazu haben wir Versammlungen in allen Basisgruppen abgehalten. Das Ergebnis war, dass im letzten Jahr trotz der starken Konkurrenz und hohen Preise der kommerziellen Aufkäufer:innen über 80% unserer Produzent:innen ihren Kaffee verlässlich an UNICAFEC geliefert haben. So konnten auch wir unsere Verträge gegenüber unseren langjährigen Fairtrade-Kund:innen wie der EZA einhalten. Unsere Produzent:innen profitieren natürlich von diesen hohen Preisen. Kaffeeanbau war schon lange nicht mehr so rentabel wie letztes Jahr. Da haben die Preise für Kaffee die Produktionskosten um das Doppelte übertroffen. Wir müssen aber auch sehen, dass die Produzent:innen viele Jahre lang mit einer sehr geringen Rentabilität zu kämpfen hatten. In Zeiten niederer Weltmarktpreise – und das war lange Zeit die Realität – haben unsere Produzent:innen  vor allem durch das Fairtrade-System profitiert, das ja Mindestpreise und Prämien für den Kaffee vorschreibt. Der Mindestpreis ist so kalkuliert, dass er die Produktionskosten abdeckt, die Prämien machen die Vermarktung über den Fairen Handel zusätzlich attraktiv und erhöhen die Einkommen der Produzent:innen bzw. schaffen die finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung von gemeinschaftlichen Projekten. In Zeiten hoher Weltmarktpreise werden diese Prämien – umgerechnet 60,- US$ pro 100 Pfund Biokaffee – auf den höheren Weltmarktpreis aufgeschlagen. Das verteuert Fairtrade-Kaffee gegenüber konventionellem Kaffee. Das ist eine zusätzliche Herausforderung für alle, die fair gehandelten Kaffee vermarkten. Deshalb ist es so wichtig, die Vorteile des Fairen Handels vor allem in Zeiten niederer Weltmarktpreise und für die Entwicklung der organisierten Kleinproduzent:innen herauszustreichen. 

Welche Herausforderungen habt ihr im Moment noch?

Was uns und unsere Produzent:innen in den letzten Jahren am meisten fordert, ist der Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Kaffeeanbau. Das sind vermehrt auftretende Schädlinge und Krankheiten, Ernteeinbußen, eine reduzierte Produktivität und in tiefen Lagen von 900 m ist der Kaffeeanbau fast nicht mehr möglich. Als Kooperative müssen wir schauen, wie wir unsere Produzent:innen dabei unterstützen, sich diesen Veränderungen anzupassen. Das Bio-Düngerprojekt ist so eine Maßnahme, aber auch die Aufforstung der Kaffeeparzellen mit Bäumen. Die zusätzliche Beschattung und der dichtere Bewuchs der Parzellen schafft ein besseres Mikroklima für den Kaffee, der dann wieder besser gedeihen kann und bessere Ernten bringt. In den letzten zwei Jahren waren wir aber auch mit der Vermessung der Parzellen unserer Mitglieder stark gefordert. Diese wurde notwendig, um die Voraussetzungen der neuen EU-Entwaldungsdirektive zu erfüllen. Das hat uns sehr viel Energie und Aufwand gekostet, aber heute haben wir bereits alle 650 Parzellen unserer Mitglieder mit GPS-Daten erhoben. Wir sind also gut vorbereitet für die neue Richtlinie der EU und hoffen, unseren Kaffee auch in Zukunft nach Europa exportieren zu können. Aktuell machen diese Exporte 65% aus, die restlichen 35% gehen nach Kanada und in die USA, aber die neu eingeführten US-Zölle auf peruanische Waren reduzieren unsere Exporte in die USA. Eine weitere Herausforderung ist, dass wir nicht unsere gesamte Produktion unter den Bedingungen von Bio, Fairtrade und Rainforest Alliance vermarkten können. So verkaufen wir immer noch ca. 40% unserer Produktion unter ihrem Wert an den konventionellen Handel. Wir haben also noch einiges an ungenütztem Potential. Das Ziel wäre 100% der Produktion auf den Präferenzmärkten zu verkaufen, um die Einkommen unserer Produzent:innen weiter zu steigern und abzusichern. Diese Tour und Reise nach Europa ist daher auch ein Versuch, neue Kund:innen für unseren hochwertigen Kaffee zu gewinnen.

Frage an euch alle drei: Wie hat es euch in Österreich gefallen? Was möchtet ihr den Kaffeetrinker:innen in Österreich sagen?

Österreich ist ein sehr schönes Land, und wir haben viel Neues gesehen und erfahren. Am besten hat uns aber die Gastfreundschaft gefallen. Überall sind wir herzlich empfangen worden. Es war spannend für uns als Produzent:innen, die Kund:innen unseres Kaffees kennen zu lernen. Wir haben viel Positives über die Qualität unseres Kaffees und sehr viel Anerkennung für unsere Arbeit und UNICAFEC erfahren. Das ist eine große Motivation für uns, uns weiter anzustrengen und weiterhin Kaffee guter Qualität zu produzieren. Natürlich hoffen wir, dass diese Tour dabei hilft, den Kaffee Adelante weiter bekannt zu machen, denn es gibt noch viel Potential mehr Frauenkaffee unter den Bedingungen des Fairen Handels zu verkaufen. Wir hoffen, die Mengen Frauenkaffee gemeinsam mit dem Netzwerk der Weltläden und der EZA steigern zu können, denn je mehr Kaffee Adelante verkauft wird, desto mehr profitieren unsere Kaffeeproduzentinnen davon. Wir wünschen uns, dass noch mehr Menschen in Österreich den Kaffee Adelante schätzen lernen und kaufen, denn so kommen wir gemeinsam voran!

*Erklärung zur Kreditmöglichkeit: Die 1% sind das Maximum für Kredite aus dem Fonds und diese Bedingungen wurden vom Frauenkomitee selber bestimmt. Die Frauen haben also gemeinschaftlich diesen Zinssatz festgelegt und profitieren auch zusammen von den Zinserträgen und möglichst rascher Rückzahlung im Rotationsfonds. Dabei ist aber vor allem zwischen klassischen Bankkrediten und Kleinkredite, besonders im informellen oder Mikrofinanzsektor, zu unterscheiden. Da Kleinproduzent:innen weniger Sicherheiten haben ist ihr Risikoaufschlag auch deutlich höher bzw. sind kaum Banken sondern informelle Organisationen die Kreditgeber. Da das Risiko für den Kreditgeber höher ist, sind die Zinsen deutlich teurer. Die üblichen Zinsen in Peru für die Kleinproduzent:innen liegen oft bei über 3 Prozent pro Monat, also über 36 % pro Jahr.

Der Kaffee Adelante wird 10!
Rosa Gómez Carrasco ist die Vorsitzende des Frauenkomitees von UNICAFEC
Luis Alberto Villegas García, Vorsitzender der Kooperative
Donald Delgado Sánchez, Geschäftsführer von UNICAFEC
Kaffee aus Frauenhand.
Rosa Gómez Carrasco mit Mitgliedern
Viel Arbeit investieren Frauen wie Ilda Garcia in den Kaffeeanbau.
Jacky Cuta Chinguel ist stolzes Mitglied der Kooperative.
Asamblea General: Demokratische Mitbestimmung bei Entscheidungen über gemeinsame Investitionen und Verwendung der Prämien.
Der Trockentunnel ist eine gemeinsame Investition und hilft auch bei Regen die Bohnen zu trocknen.
Der Zusammenschluss zu einer Kooperative ist für alle ein Gewinn.
Flor del Carmen Medino in ihrem steilen Kaffeehang.
Frauenpower für den ADELANTE Kaffee: EZA & UNICAFEC
Foto von dem Besuch in Hollabrunn. Credit: Dieter Schewig.
Foto von dem Besuch in Hollabrunn. Credit: Dieter Schewig.
Foto von dem Besuch in Hollabrunn. Credit: Dieter Schewig.
Foto von dem Besuch in Hollabrunn. Credit: Dieter Schewig.
Foto von dem Besuch in Hollabrunn. Credit: Dieter Schewig.
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