12.09.2018

Orgánico - wer macht unseren Kaffee?

Er war der erste biofaire Kaffee in Österreich. Seite an Seite mit den Weltläden lancierte die EZA Fairer Handel 1988 den Kaffee Orgánico. Alles dreht sich um ein Leben in Würde, einen achtsamen Umgang mit der Natur und eine hohe Qualität der Bohnen. Aus Anlass diese Jubiläums besuchen KaffeeproduzentInnen aus Mexiko die Weltläden in Österreich und bieten somit den KundInnen die Möglichkeit den Fairen Handel mit einem konkreten Gesicht in Verbindung zu bringen.

Direkt und fair

KleinbäuerInnen aus dem mexikanischen Chiapas und Oaxaca stehen hinter einem der erfolgreichsten Produkt des Fairen Handels: Kaffee Orgánico. Als erster biologisch produzierter Kaffee aus Fairem Handel wurde er Beispiel gebend. Den Rohkaffee dafür importiert die EZA Fairer Handel seit 1988 direkt von den Kleinbauerngenossen-schaften. Sie profitieren von lang-jährigen und fairen Handelsbeziehungen und erzielen höhere Preise und Prämien für ihre hochwertigen Arabica-Bohnen.

„Bevor wir uns organisiert haben, haben die Bauern und Bäuerinnen einfach ihren Kaffee produziert, jede/r für sich, und haben ihn an die Zwischenhändler verkauft. Sie hatten keine Möglichkeit, einen fairen Preis zu bekommen, wussten nichts von einer Sozialprämie“, sagt Jaime Perez Perez, Präsident der Genossenschaft ISMAM.

„Obwohl die Börsenpreise schwanken, ist der Preis stabiler, vorhersehbarer. Das gibt den Bauern und Bäuerinnen mehr Sicherheit,“ sagt Pascual López Gutiérrez, Gründungsmitglied und leitender Koordinator der mexikanischen Kleinbauerngenossenschaft Yaxcoffee.

Ein fairer Preis und ganzheitliches Denken

Arabica-Hochlandkaffee notiert aktuell bei rund 120 US Dollar pro Sack à 45,4 Kilogramm an der New Yorker Börse. „Der Weltmarktpreis für Kaffee ist wieder einmal skandalös niedrig“, stellt Ernst Gassner - Vorstandsvorsitzender der ARGE Weltläden - fest. „Davon kann weder kostendeckend produziert noch ein Leben in Würde gelebt werden!“ Die EZA Fairer Handel bezahlt demgegenüber 70 Prozent mehr und direkt an die mexikanischen Genossenschaften.

„Nur wenn die Menschen gute Preise erzielen, vernünftige Erträge erwirtschaften, einen verlässlichen Markt haben, in dem sie nicht ausgebeutet werden und die Qualität ihrer Arbeit wertgeschätzt wird – nur dann werden sich die Lebensbedingungen der Menschen verbessern und wird auch die nächste Generation bereit sein, sich dem Kaffeeanbau zu widmen“, ist Ernst Gassner überzeugt.

Achtsam mit Mensch und Natur

Die KleinproduzentInnen arbeiten nach den Richtlinien des Bio-Landbaus. Sie werden darin geschult und lernen, mit neuen Herausforderungen umzugehen. Der Klimawandel und die damit verbundenen Wetterkapriolen sind ein Thema, genauso wie der Kaffeerost, eine gefürchtete Pilzkrankheit. Die Kooperative versorgt die Mitglieder mit jungen Setzlingen, um mittelfristig die Erträge auf den kleinen Parzellen zu verbessern. „Wir haben kein Recht, die Natur zu verschmutzen, weil auch unsere Kinder einmal davon leben wollen“, so das Credo einer der Kooperativen.

Unsere Gäste auf der Österreichtour:

Manuela Díaz Méndez, Kaffeebäuerin und Mitglied bei der Genossenschaft ISMAM, Chiapas, Mexiko

Manuela Díaz ist 48 Jahre alt, lebt in San Antonio Miramar, Escuintla, Chiapas, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern (zwei Töchter 25 und 11 Jahre alt, ein Sohn, 9 Jahre alt). Sie ist Kaffeebäuerin und bewirtschaftet drei Hektar Land. Ihre Bio-Kaffeeernte kann sie über ISMAM zu fairen Bedingungen vermarkten. Seit 1995 ist sie Mitglied der Genossenschaft. In der Vergangenheit hat sie auch in Tijuana, Baja California und in den USA, Florida gearbeitet (insgesamt vier Jahre).

Treffen Sie Manuela Díaz Méndez hier:

  • Montag, 24.9. um 19:00 Uhr im Pfarrsaal Gneis, Eduard-Macheiner-Str. 4, 5020 Salzburg
  • Dienstag, 25.9. um 10.30 Uhr im Weltladen Innsbruck, Universitätsstraße 3, 6020 Innsbruck
  • Dienstag, 25.9. um 19:30 Uhr im Kulturlabor Stromboli, Krippgasse 11, 6060 Hall in Tirol
  • Mittwoch, 26.9. um 19:00 Uhr im Spannrahmen, An der Steinlache 6, 6971 Hard
  • Donnerstag, 27.9. um 19:00 Uhr im Vinomnasaal, Ringstraße 3, 6830 Rankweil
  • Freitag, 28.9. um 19:30 Uhr im Pfarrsaal Vorchdorf, Schlossplatz 2, 4655 Vorchdorf
  • Samstag, 29.9. um 15:00 Uhr in der Pfarre Maria Lurdes, Kremser Landstraße 48, 3100 St. Pölten
  • Montag, 1.10. um 19:30 Uhr im Laaer Schüttkasten, Kirchenplatz 20, 2136 Laa an der Thaya
  • Dienstag, 2.10. um 19:00 Uhr im Heuriger Gerhard Klager, Stammersdorfer Straße 14, 1210 Wien

Pascual Lopez Gutierrez, Gründungsmitglied und leitender Koordinator der Genossenschaft Yaxcoffee, Chiapas, Mexiko

Jg. 1967, lebt in Yajalón, Chiapas, Mexiko. Palscual López ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Er bewirtschaft drei Hektar Land und verfügt über eine langjährige Erfahrung im Kaffeebereich, sowohl als Praktiker als auch als technischer Berater. Er ist Gründungsmitglied und leitender Koordinator der Genossenschaft Yaxcoffee, die sich 2013 formierte. Yaxcoffee ist seit 2013 Partnerorganisation der EZA Fairer Handel. Yax ist ein Wort aus der Sprache Tzeltal und bedeutet ‚grün‘.

Treffen sie Pascual Lopez Gutierrez hier:

  • Montag, 24.9. um 19:30 Uhr im Kolpinghaus, Oberer Stadtplatz 20, 4780 Schärding
  • Dienstag, 25.9. um 19:00 Uhr im Weltladen Graz, Reitschulgasse 14, 8010 Graz
  • Mittwoch, 26.9. um 19:30 Uhr im Pfarrsaal Gleisdorf, Hauptplatz 4, 8200 Gleisdorf
  • Donnerstag, 27.9. um 19:00 Uhr im Rathaussaal Hauptplatz 1, 7423 Pinkafeld
  • Freitag, 28.9. um 19:00 Uhr im Kulturzentrum, Beatrixgasse 5a, 2380 Perchtoldsdorf
  • Montag, 1.10. um 18:00 Uhr im Weltladen 1080, Lerchenfelder Str. 18-24, 1080 Wien
  • Dienstag, 2.10. um 18:30 Uhr im Weltladen Gänserndorf, Bahnstraße 65-67, 2230 Gänserndorf

Genauere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie von den veranstaltenden Weltläden vor Ort und unter den Terminen.

Bildquellen zur Nutzung bei Berichterstattung:

  • Bauer Edelfo Catañon von ISMAM bei der Kaffeeernte. Bild: EZA Fairer Handel/mawi
  • EZA Kaffee Orgánico. Bild: Bild: EZA Fairer Handel/Ulla Sladek
  • Reiche Ernte: Frisch gepflückte Kaffeekirschen in den Körben warten auf prompte Weiterverarbeitung. Bild: EZA Fairer Handel/mawi
  • Manuela Díaz Méndez, Kaffeebäuerin und Mitglied bei der Genossenschaft ISMAM. Bild: ISMAM
  • Pascual Lopez Gutierrez, Kaffeebauer und Mitglied der Genossenschaft Yaxcoffee.Bild: EZA Faire Handel/mawi

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